
Arbeitszeugnis richtig verstehen – worauf muss ich achten?
Diese 8 wichtigen Punkte dürfen in Ihrem Arbeitszeugnis nicht fehlen:
1. Die Überschrift, z.B. Arbeitszeugnis, Zwischenzeugnis, vorläufiges Zeugnis, Praktikumszeugnis
2. Eine Einleitung mit Ihrem Namen, Ihren Geburtsdaten (wenn Sie das möchten) sowie der Art und Dauer der Beschäftigung
3. Eine Beschreibung des Unternehmens
4. Eine Tätigkeitsbeschreibung: An dieser Stelle sollten neben Ihren im Detail aufgeführten Tätigkeiten auch besondere Fähigkeiten, Kompetenzen und Erfolge beschrieben werden.
5. Eine Leistungsbeurteilung: Hier geht es um Fachwissen, Weiterbildung, Auffassungsgabe, Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit, Arbeitsweise, Zuverlässigkeit, Arbeitsergebnis und eine zusammenfassende Leistungsbeurteilung.
6. Eine Verhaltensbeurteilung: Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und dritten Parteien, hier ist vor allem die Vollständigkeit und Reihenfolge sehr wichtig und entscheidend für die Note
7. Die Schlussformulierung: Beendigungsgrund, Dankesformel. Achtung: Eine fehlende Dankesformel wertet das gesamte Arbeitszeugnis erheblich ab!
8. Die Abschlusszeile: Ort und Datum der Zeugnisausstellung, Name des Zeugnisausstellers mit Angaben zur Funktion und Rechtsstellung im Unternehmen, Unterschriften.
Besonders wichtiges Zeugniswissen für Sie: Alle Kriterien im Arbeitszeugnis müssen bewertet werden.
Geheimcodes in der Zeugnissprache erkennen
Auch, wenn Sie erleichtert bemerkt haben, dass alle 8 wichtigen Punkte in Ihrem Arbeitszeugnis enthalten sind, gibt es Ihnen trotzdem noch Rätsel auf. Da Sie wissen, wie wichtig ein positives Arbeitszeugnis für Ihre weitere Karriere ist, Sie über einige für Sie ungewohnte Formulierungen gestolpert sind und Sie schon von den sogenannten Geheimcodes im Arbeitszeugnis gehört haben, spüren Sie eine starke Verunsicherung.
Wussten Sie, dass in Ihrem Arbeitszeugnis nicht nur Phrasen wie: „Er führte seine Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit aus“ etwas über Ihre Note aussagen? Auch die kleinen Wörtchen „stets“, „jederzeit“ oder „immer“ verraten dem potenziellen Arbeitgeber viel über Ihre tatsächliche Performance und können manchmal eine ganze Note ausmachen. Was viele nicht wissen: Wohlwollende Formulierungen im Arbeitszeugnis folgen einer bestimmten Reihenfolge. Wird diese nicht eingehalten, hat Ihr Vorgesetzter hier eine versteckte Botschaft hinterlassen, die alles andere als positiv ist. Aber nicht nur was gesagt wird, ist für die Note Ihres Arbeitszeugnisses ausschlaggebend, auch mit dem Fehlen wichtiger Fakten kann Ihr Arbeitgeber Schaden anrichten. Da Arbeitszeugnisse immer positiv und wohlwollend formuliert sein müssen, ist hier besonders Ihre Aufmerksamkeit gefordert, denn es gilt herauszufinden, ob Personaler schlechte Noten mit geschickten und doppeldeutigen Formulierungen in Form von Geheimcodes im Arbeitszeugnis für den Arbeitnehmer unsichtbar machen.
Qualifiziertes Arbeitszeugnis beim Arbeitgeber beantragen
Wussten Sie schon, dass jeder Arbeitnehmer, ganz egal ob Praktikant oder leitender Angestellter, ein Recht auf ein Arbeitszeugnis hat? Das ist im § 109 Gewerbeordnung geregelt. Das Zeugnis muss außerdem klar und deutlich formuliert sein.
Wenn Sie kein qualifiziertes Arbeitszeugnis bei Ihrem Arbeitgeber beantragen, kann es Ihnen leicht passieren, dass Sie nur ein einfaches bekommen.
Welche Informationen enthält das einfache Arbeitszeugnis?
Hier werden neben der Überschrift, Einleitung und Unternehmensbeschreibung lediglich die von Ihnen ausgeführten Tätigkeiten und Ihre Position in der Firma aufgeführt, es gibt keine Bewertung Ihrer Leistungen oder Ihres Verhaltens, auch die Schlussformulierung entfällt.
Sie wissen jetzt: Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis beim Arbeitgeber zu beantragen ist ein wichtiger Schritt, um ein aussagekräftiges Dokument für Ihre konkurrenzfähigen Bewerbungsunterlagen zu erhalten?
Super, alles richtig gemacht.
Schlechte und zu kurze Arbeitszeugnisse durch Überlastung der Arbeitgeber
Oft ist Ihr Vorgesetzter auch einfach so überarbeitet, dass er keine Zeit für ein ausführliches Arbeitszeugnis hat, obwohl er mit Ihren Leistungen zufrieden war. Wenn Sie viele Jahre in einer Firma waren, drückt auch die Länge des Arbeitszeugnisses Wertschätzung für den ehemaligen Angestellten aus. Besonders für Führungskräfte gilt: Ist Ihr Zeugnis zu kurz, könnte auch dies das Misstrauen Ihres potenziellen Arbeitgebers wecken. Vermeiden Sie solche fatalen Missverständnisse und sorgen Sie selbst für ein gutes Zeugnis. Fragen Sie Ihren ehemaligen Arbeitgeber einfach, ob Sie Ihr Arbeitszeugnis selber schreiben dürfen und es ihm nur zur Ansicht und Unterschrift vorlegen können, viele Arbeitgeber freuen sich über diese angenehme Entlastung und nehmen Ihr Angebot dankend an.
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Gern analysieren wir auch Ihr bereits erhaltenes Arbeitszeugnis und erklären Ihnen, welche Note sich hinter den sorgfältig durchdachten Formulierungen Ihres Arbeitszeugnisses verbirgt. Gehen Sie der Wahrheit auf den Grund und nutzen Sie unser Angebot: Arbeitszeugnis bewerten lassen, es lohnt sich! 🤓 https://perfekt-bewerben.de/arbeitszeugnis-bewerten-lassen/